Radiointerview

Am 24.08.2020 wurde im Deutschlandfunk Kultur auf 89,6 MHz in der Sendung „Zeitfragen“ ein Beitrag zum Thema

„Knast hat noch keinem geholfen“ – Warum Resozialisierung hinter Gittern so schwierig ist
von Annette Wilmes, Redaktion Carsten Burtke

 ausgestrahlt.

In dem Beitrag sagt Dr. Olaf Heischel, Vorsitzender des Berliner Vollzugsbeirats, dass das Strafvollzugsgesetz, das die Resozialisierung als Vollzugsziel festlegt und den Gefangenen eigene Rechte einräumt, eine positive Wirkung gehabt habe:
„Nämlich dass die Bestrafung und die Inhaftierung von Menschen, die sich gegen das Gesetz verhalten haben, nicht eine Qual sein soll, sondern dass sie dazu dienen soll, etwas wieder gutzumachen.“
Mit der Aussage der Historikerin Annelie Ramsbrock konfrontiert, Resozialisierung sei nie versucht worden, antwortet Heischel:
„Aus meiner Berliner Warte kann ich diese Aussage nicht nachvollziehen. Versucht wird in Berlin, glaube ich, sehr viel, sehr ernsthaft und auch mit vielen Überlegungen und teilweise auch Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Und was vor allen Dingen in Berlin an Gutem passiert, das ist, dass seit, ich glaube, seit mittlerweile zwei Jahrzehnten ziemlich weit gefächert Resozialisierungsarbeit an externe Träger übertragen wird. Die vom Staat finanziert werden, aber die von außen reinkommen und ich glaube, schon allein dadurch wirkungsvoller sind als jemand, der direkt zur Institution gehört.“

Die komplette Radiosendung von Annette Wilmes können Sie hier hören: https://www.deutschlandfunkkultur.de/resozialisierung-knast-hat-noch-keinem-geholfen-oder-doch.976.de.html?dram:article_id=482885